Erinnert sich noch irgendjemand an die 80er Jahre? Es scheint eine verrückte Frage zu sein... einerseits, weil wir uns inzwischen rein technisch und von der Weltsicht her in einer ganz anderen Welt zu befinden scheinen. Auf der anderen Seite ist es grotesk zu vermuten, dass sich kein Mensch mehr an das vorletzte Jahrzehnt im letzten Jahrtausend erinnern kann. Jedoch: allein diese Umschreibung der 80er Jahre klingt ein wenig gruselig... vorletztes Jahrzehnt... das letzte Jahrtausend... das klingt, als wären wir seitdem schon so viel weiter, dass allein Dinge, die aus den 80ern stammen, als archäologische Funde ausgestellt werden müssten. Und tatsächlich, es gibt Walkmen aus den 80ern, die es bis in die Museen dieser Welt geschafft haben. Nur als kleine Zwischenbemerkung: ein "Walkman" ist der Vorreiter des heutigen iPod... für alle Apple-Verwöhnten, die so gut wie gar nichts mehr verstehen, solange das Produkt keinen abgebissenen Apfel als Marke trägt.
Aber genug vom Spott auf die "beste und tollste Marke der Gegenwart", es gibt wichtigere Probleme als Apple. Warum ich überhaupt von den 80ern spreche? Nun, bei dem Gedanken an den dieswöchigen Blogeintrag kam mir spontan der Song "Pride - (In The Name Of Love)" von U2 in den Kopf. Ja, die Band, von der heute nur noch die Rede ist, weil sich ihr Leadsänger Bono Vox als Weltretter versucht. Zugegeben, er macht sich nicht schlecht in der Rolle, mehr noch, er hat mit seinem Engagement bereits viel erreicht. Wenn es allerdings um die Musik von U2 geht, sind mir die Asbach-uralt Sachen aus den 80ern noch am Liebsten. Und das trotz der Tatsache, dass ich ansonsten von Musik der 80er Jahre nicht viel halte (ein paar Ausnahmen ausgenommen!).
Doch zurück zu dem Song: "Pride (In The Name Of Love)"... ein Lied, in dem es um den Freiheitskämpfer Martin Luther King Jr. geht, eine Huldigung an seinen Kampf für die Menschenrechte der Schwarzen in den USA der 60er Jahre. Gerade jetzt, genau ein Jahr nach dem Sturz von Mubbarak in Ägypten und damit dem Beginn der "Demokratie" im Land hat der Song entfernt mehr Brisanz denn je - knapp 30 Jahre nach Erscheinung des Songs.
Wer denkt, dass die Welt gerade nicht brennt, dass es keine Probleme gibt und alles in Butter ist, nur weil die Welt im unmittelbarem Umfeld ruhig verläuft, der hat wohl in letzter Zeit keine Nachrichten gesehen oder ignoriert konsequent die wichtigen Themen auf der Welt - wie es in RTL-Nachrichten so gerne der Fall ist. Sicher, es passiert immer irgendwo etwas, es muss auch so sein, sonst wäre das Leben totlangweilig und kein Mensch würde die Existenz als erstrebenswert empfinden. Trotzdem können die Ereignisse, die seit gut einem Jahr stattfinden, für Entsetzen sorgen. Heftiges Kopfschütteln über die Demonstrationen in Ägypten, die im Ende für diejenigen, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben (neben den über 3000 Menschen, die ihr Leben verloren) wenig bis gar nichts gebracht haben.
Die Demonstranten haben ihre Forderungen nach Freiheit nur im Ansatz durchsetzen können, ihre politischen Wünsche und Anforderungen sind im Wahlkampf, den die Muslimische Bruderschaft haushoch gewonnen hat, untergegangen. Und dank der übriggebliebenen Radikalanhängerschaft des alten Regimes kommt es (wie in der vergangenen Woche) zu Ausschreitungen wie bei dem Fussballspiel, bei dem über 70 Menschen ums Leben kamen. An dieser Stelle kann man wohl die Frage, ob sich wirklich etwas in Ägypten verändert hat, mit "Im Prinzip... Nein!" beantworten. Hoffnung gab es, gerade weil die Welt doch dachte, wir leben heute in solch einer aufgeklärten und meinungsfreien Welt, dass sich am Ende alles zum Guten wenden müsste. Hollywood hat es doch so schön vorgemacht, immer und immer wieder, seit Jahrzehnten. Zum Schluss, kurz bevor der Vorhang fällt, wird alles wieder gut. Warum dann nicht im "wahren Leben", im Hier und Jetzt?
Die meisten Menschen denken sich wahrscheinlich: "Weil wir uns noch nicht am Ende befinden." Aber was, wenn doch? Laut Maya-Kalender ist 2012 alles zu Ende... auch wenn ich persönlich nicht an den Weltuntergang Ende 2012 glaube (es wird wohl nur die Vorstellungskraft der Mayas gewesen sein, die nicht mehr gereicht hat, weiter zu gehen als bis zum Jahr 2012), wäre allein dieser Grund doch mal ein Ansatz nachzufragen, warum auf der Welt eben gerade nicht alles nach dem Hollywood-Prinzip funktioniert. In Ägypten will die neugewonnene Demokratie nicht so recht funktionieren, Libyen ist ein Trümmerhaufen und in Syrien sorgt Assad nach Leibeskräften dafür, dass Syrien bald am Besten gar nicht mehr existiert. Okay, für die Westler wäre das jetzt kein Weltuntergang, immerhin weiß doch keiner so wirklich, was Syrien überhaupt ausmacht und wer interessierte sich vorher schon für den Staat in Vorderasien.
Das Töten geht munter weiter in Syrien, 6000 Tote und es geht immer weiter. Ein machtbesessener Diktator, der seine Macht nicht abgeben will und sein Volk lieber tötet und ein menschenleeres Land regiert. An dieser Situation ist wohl alles erschreckend: die täglich Dutzende von Toten, Leichenreihen mit Kindern und Säuglingen und nicht zuletzt der Größenwahn eines Mannes, der nicht nur optisch dem Schrecken unserer eigenen deutschen Vergangenheit, Adolf Hitler, verdammt nahe kommt.
Die einzige Frage, die sich in diesen Zeiten nur stellen mag, gerade in unserer heutigen Gesellschaft, ist die, warum das Ausland nicht schon längst mit harten Bandagen eingegriffen hat. Gerade in dieser Woche kam wohl die Antwort: Russland. Das Land, das sich Demokratie schimpft und dabei so weit davon entfernt ist wie Dieter Bohlen von der Rente (leider, leider, leider!!!) hat sich quergestellt, als es um Interventionen ging, die das Leid in Syrien beenden könnten. Allein schon die Planung von Interventionen haben bei Russland ein kaltherziges, stures Kopfschütteln ausgelöst. Und warum? Geld, was sonst? Geht es eigentlich noch um irgendetwas anderes auf diesem Planeten, als bedrucktes Papier, mit dem man schöne (und weniger schöne) Sachen kaufen kann? Da Russland Syrien und Assad immer weiter mit Waffennachschub versorgt und daran kräftig verdient, werden die wohl einen Teufel tun, eine ihrer Einnahmequellen zu zerstören. In diesem Zusammenhang sind die anstehenden Präsidentschaftswahlen in Russland wohl noch eine Hiobsbotschaft, die kein Mensch braucht. Die Rückkehr von "General Korrupt" Wladimir Putin ist wohl nur von Diktatoren und Verbrechern mit Heißhunger erwartet. Oder von Menschen, die aus Angst vor dem (politischen oder körperlichen) Tod gerne den Hintern von Putin küssen wollen.
Als wäre das Drama in Syrien und das Entsetzen über das Verhalten von Russland nicht schon schlimm genug, kommt dann noch der Gartenzwerg der Weltpolitik (nein, nicht Sarkozy, sondern Ahmedinedschad!) daher und wirft seine Giftpfeile einfach in alle Richtungen aus. Atomtests, Urananreicherungen... dieser Mann scheint wohl spezifisch nach Dingen zu suchen, mit denen er negative Aufmerksamkeit erregen kann. Wie wir alle wissen, gibt es heutzutage zwar immer noch gute und schlechte Publicity - es ist allerdings inzwischen egal, welcher Kategorie diese Aufmerksamkeit angehört, Hauptsache ist, sie ist überhaupt da! Aufmerksamkeit macht einen Menschen wichtig und wenn ein Mensch wichtig ist, bekommt er Macht, viel Macht... die Menschen respektieren dann entweder den Mächtigen - oder sie fürchten ihn. Und Assad, Putin und Ahmedinedschad haben wohl gemeinsam, dass sie es lieben, wenn der Rest der Menschheit sich vor ihnen fürchtet.
Nun, die Menschheit baut sich ja nicht unbedingt auf den Kreml auf, aber die Weltpolitik geht zu gerne in die Knie, wenn Russland "Nein!" sagt. Sie haben ständig Angst, Russland auf die Füße zu treten, sie zu vergraulen... und Angst, dass der Hintern frieren könnte, wenn wir alle aus Russland kein Gas mehr bekommen. Wir sind nicht zu unrecht ängstlich, wenn es um Putin geht, den Mann, den niemand zum Feind haben will, immerhin ist gerade seine Regierung für Manipulation und korrupte Machenschaften bekannt. Und auch vor Mord scheint dieses Regime nicht zurückzuschrecken, wenn man sich auf die Oppositionsseite stellt. Doch dass das Ausland (speziell wir Westler) so schnell kleinzukriegen sind, ist traurig... wenn nicht gar beunruhigend.
Doch zurück zum zentralen Thema: das Demonstrieren. Wie in Ägypten, Tunesien, Libyen und auch in Syrien im vergangenen bis diesem Jahr und in New York und anderen westlichen Staaten (Stichwort: Occupy Bewegung), so gibt es dieser Tage weltweit Demonstrationen gegen das geplante "ACTA"-Abkommen ein, ein multilaterales Handelsabkommen zum Schutz des Urheberrechts und gleichzeitig gegen die Produktpiraterie. So schön, so gut... und trotzdem sind viele Menschen mit diesem Abkommen nicht einverstanden, da sie befürchten, das Internet könnte nicht mehr "frei" sein, die Gedanken- und Meinungsfreiheit könnte dadurch eingeschränkt werden. Ich frage mich im Moment, ob ich wirklich eine Meinung zu dieser ganzen Diskussion habe, dem Aufstand, den die Gegner dieses Abkommens machen und ob ich dafür oder dagegen sein soll. Ich weiß, dass ich gegen die absolute Freiheit des Internets bin, wenn sie anderen Menschen schadet - und das ist oft genug der Fall, auch wenn es dabei mal NICHT ums Geld geht!
Klar, die Produktpiraterie ist eine schlimme Sache, der Angriff auf das Urheberrecht ist ein Verbrechen und muss bestraft werden. Es ist logisch, dass Menschen, die mit Produkten, die aus ihrem geistigen Eigentum stammen, Geld verdienen wollen. Ob es nun wirklich ehrenhaft ist, dass sie dabei den Hals nicht vollkriegen, sei mal dahingestellt, aber man kann verstehen, dass sie sich nicht unbedingt freuen, wenn es um Ideenklau geht. Was anderes ist das illegale Verteilen von Unterhaltungsdateien nicht. Ungerecht wird der Kreuzzug gegen Piraterie, wenn statt der großen Haie, die Datenklau und -verteilung im großen Stil betreiben, fast ausnahmslos kleine Fische mit hohen Geldstrafen bestraft werden. Es mag sein, dass diese Menschen eventuell ihre Lektion daraus lernen, aber dämmen solche Maßnahmen wirklich das Problem ein? Wenn einer bestraft wird, bekommen alle anderen Angst? Wenn dieses Prinzip funktionieren würde, wäre das Phänomen "Alkohol am Steuer" längst ausgestorben. Oder Drogenmissbrauch. Oder das Verbrechen allgemein. Was für eine schöne Welt, ganz ohne Verbrechen und blühenden Landschaften... gut, ich schweife wieder ab!
Was mich an den derzeitigen ACTA-Kritiken stört, ist der Kampf für ein absolut freies Internet. An dieser Stelle darf gefragt sein, was genau wir von einem absolut freien Internet haben? Mehr Information? Bessere Information? Breiter gefächerte Information? Oder einfach nur eine Flut von Information, die keiner wirklich einordnen kann? Hinzu die grenzenlose Meinungsfreiheit, die in der Anonymität des Netzes als neues Mittel der Feigheit genutzt wird, um andere Menschen fertigzumachen und bis in den Selbstmord zu treiben. Der Mut, einem anderen Menschen, den man nicht leiden kann, die Meinung ins Gesicht zu sagen, hat fast keiner mehr. Aber im Internet werden alle zum verbalen Superman, vertreten ihre "Meinung", egal wie unqualifiziert sie sein mag, und richten damit andere Menschen gezielt zugrunde. Ohne, dass der Angegriffene sich wehren kann. Ja, schöne Internetwelt - das ist doch genau die Welt, die es zu erhalten lohnt!
In diesen Tagen erschreckt mich persönlich, dass es uns allen so verdammt wichtig ist, dass es a) das Internet überhaupt gibt und b) dass das Internet genau so bleiben soll, wie es ist. Es wird so getan, als hätte das Internet keine Fehler, dabei sind die Fehler so tiefgreifend und zahlreich vorhanden, dass es eigentlich schon wehtut. Das hat nicht sonderlich viel mit Datenklau oder dem Datenschutz zu tun, der so gerne bei sozialen Netzwerken mit Füßen getreten wird, es geht um die menschliche Komponente, auf die so sehr geachtet wird, auf die inzwischen mehr wert gelegt wird als zu jeder anderen Epoche unserer Zeitrechnung... trotzdem haben wir kein wirkliches Gefühl mehr zueinander. Erstaunlich, oder? Wir erwarten Liebe an allen Ecken und Enden, große Gefühle, Verständnis und Geborgenheit... dabei sind wir nicht einmal mehr in der Lage, das alles selbst zu geben. Im Internet verstecken sich Gefühle nur noch hinter getippten Zeilen, Emoticons oder kopierten Sprüchen statt offen gelebt zu werden. Es geht nur noch um die Quantität von Freundschaften oder herausposaunten "Gefühlen" und "Gedanken", nicht mehr aber um die Klasse, die Qualität des Lebens. Ist diese Internetwelt wirklich wert, am Leben gehalten zu werden? Geht deswegen laut Maya-Kalender die Erde unter? Ist das Internet Schuld? Oder gibt es am 21. 12. 2012 die endgültige Durchsetzung des ACTA-Abkommens und geht deswegen die Welt unter?
Fragen über Fragen, auf die nur die Zukunft die Antwort weiß. Mich jedenfalls macht es dieser Tage traurig, dass kein Mensch in Deutschland auf die Straße gehen würde, um den Opfern in Syrien zu gedenken oder sich dafür einsetzen würde, dass endlich etwas von der deutschen Regierung getan wird im Kampf gegen Syriens Schlächter Assad. Vielleicht ist es nicht mehr wichtig, wenn Menschen sterben... das Einzige, was noch der Rettung bedarf (wenn nicht der Natur oder Menschenleben) ist wohl das Internet, die Technik, das neue Gehirn des Kollektivs.
Zugegeben: auch dieser Blog ist im Internet veröffentlicht. Ich bin in der großartigen und privilegierten Lage, meine Meinung über das Internet preiszugeben ganz ohne Einschränkungen. Aber wäre es für mich ein wirklicher Verlust, wenn ich das von Heute auf Morgen nicht mehr dürfte? Würde ich nicht einfach einen anderen Weg finden, meine Texte zu veröffentlichen? Natürlich wäre das schwieriger, aber unmöglich wäre es keinesfalls. Zu keiner Zeit war es unmöglich, seine Meinung zu sagen, nicht einmal in einer Diktatur. Das einzige Problem war der Grad an Gefahr, den man für die Äußerung seiner Meinung eingehen musste. Wir setzen uns inzwischen keiner Gefahr mehr aus, wenn wir unsere Meinung im Internet sagen, zumindest keiner Lebensgefahr (das gilt nicht für alle Länder dieses Planeten, aber doch für recht viele!). Nur sollten sich alle Verfechter des Internets fragen: hat das die Qualität der Meinungsäußerung gesteigert? Die Flut an Information, hat sie uns wirklich zu aufgeklärteren, besseren Menschen gemacht? Oder sehen wir (wie in einer Diktatur) im Ende nur das, was wir sehen wollen? Der wohl einzige Unterschied in der Demokratie ist, dass wir entscheiden, was wir sehen wollen, statt es von einem anderen vorgesetzt zu bekommen. Doch verschlossen vor der Vielfalt der Wahrheit sind wir auch in Zeiten des Internets.
Wie gesagt, ob ich das ACTA-Abkommen nun gutheißen soll oder nicht, weiß ich nicht. Vielleicht interessiert mich das Thema im Moment nicht stark genug in Zeiten, in denen täglich so viele Menschen in Syrien erschossen werden in blindem Hass und Größenwahn. Oder die Natur immer weiter zerstört wird, womit auf Dauer die Menschheit auf diesem Planeten sowieso nicht überleben kann. Ist das Internet DANN wirklich noch wichtig? Diese Frage müssen wir uns wohl alle stellen, wir Abhängigen des world wide web.
In diesem Sinne wünsche ich (erneut mit 24 Stunden Verspätung) allen Lesern (oder Nichtlesern!) dieses Blogs ein schönes Wochenende und bis zum nächsten Blogeintrag am nächsten Freitag.
LG Gene :-)
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Samstag, 11. Februar 2012
Freitag, 4. November 2011
"Hol den Vorschlaghammer!" - Ein "Denkmal für Männer" oder: Nutzen und Schaden der Medienwelt, Kapitel 2
Die Frage nach dem Wochenthema stellte sich für mich dieses Mal eigentlich so gut wie gar nicht, denn ich möchte nach dem Eintrag letzte Woche zum Thema "Fernsehen" die Serie über die Medienwelt diese Woche unmittelbar abschließen und es ist (wieder einmal) so einiges passiert in meinem eigenen subjektiven Sichtfeld, dass alle anderen Weltprobleme auf Seite gelegt werden können. Okay, wenn wir mal ehrlich sind, viele Weltprobleme gibt es nicht, man möchte nicht einmal die Wörter "Eurokrise" oder "Griechenland" in den Mund nehmen oder sich über Kriegsgebiete wie Syrien unterhalten, in denen die Demokratisierung wohl nie ohne Einsatz der NATO geschehen kann, die sich aber konsequent weigert. Schöne, mutige, westliche, reiche Welt!
Aber wie gesagt, das alles soll mal heute nicht mein Thema sein. Ich sprach über die Medienwelt und wie wir uns alle dank ihr verändert haben. Aber das Ganze mit dem Faktor "Fernsehen" abzutun, wäre ja in solch komplexen Zeiten viel zu einfach. Denn das Fernsehen gibt es in Deutschland bereits seit den 50er Jahren und das hat nicht von heute auf morgen dazu geführt, dass die Menschen alle gefühlskalt wurden. Selbst in den 80er oder 90er Jahren hielt sich die arktische Kälte der Menschen ihren Mitmenschen gegenüber noch in Grenzen. Doch dann gab es eine wundersame Entdeckung, die sich in den letzten genau 20 Jahren breitgemacht hat (vor Kurzem hatte diese Erfindung sogar Geburtstag): die Rede ist vom "Internet".
Inzwischen wird das Internet sogar in seiner Eigenschaft als lebensnotwendig bezeichnet, ähnlich wie das Fernsehen. Es reicht also nicht mehr, nur über das Tagesgeschehen Bescheid zu wissen, man muss sich auch jederzeit jede Information beschaffen können, auf die man gerade Lust hast. Soweit die Theorie. Schön und gut, das Internet eröffnete der Menschheit ganz neue Möglichkeiten: nicht nur, dass man an Informationen herankam, man konnte an diese Informationen in unbegrenztem Maße kommen. In solch einem Maße, dass man daran zu heute bereits daran zu ersticken droht. Denn der entscheidende Nachteil des Internets ist: es vergisst nichts, unter keinen Umständen. Diese Erkenntnis wird uns allen allerdings erst heute bewusst.
Das unendliche Wissen des Internets beinhaltet unnötige wie nützliche Informationen, die jederzeit und von jedem der in Besitz eines Computers mit Internetanschlusses ist abgerufen werden können. Und diese Möglichkeiten geben dem "Otto Normalverbraucher" eine wahnsinnige Macht in die Hand - andererseits führen sie auch dazu, dass Macht mißbraucht, nicht genutzt oder in dem falschen Sinn benutzt wird. Nun könnte man natürlich definieren, wie diese Macht "richtig" gebraucht werden könnte, was allerdings Blödsinn wäre, immerhin lebt jeder Mensch sein Leben anders und gebraucht damit auch das Internet auf ganz individuelle Weise.
Nun gut, der größte Fehler am Internet ist wohl nur, dass es längst nicht mehr als Informationsquelle in erster Instanz dient. Internet heißt auch (speziell in den letzten 5 Jahren) "Sozialnetzwerke". Erst auf Seiten dieser Kategorie fangen die Drähte richtig heiß an zu glühen. Und seit "Facebook" auf die deutsche Bevölkerung losgelassen wurde, ist es eine Lawine, die mit massiver Geschwindigkeit ins Tal "Gesellschaft" rollt. Es scheint fast, als würde sich alles nur noch darum drehen, wir leben nur noch in Zeiten von "Postings" "Kommentaren" und dem "Gefällt mir"-Button. Das erlebe ich täglich und überall, ich sehe nur noch Leute, die ständig ob auf dem Mobiltelefon oder am Laptop die neuesten Updates checken und fanatisch auf neue Nachrichten von ihren "Freunden" warten. Der Verdacht mag sich da aufdrängen, dass Menschen nur noch Freunde haben, damit sie ihre Gedanken im Internet öffentlich kommentieren können oder sich über deren Updates über die Person schlau zu machen. Es ist allerdings nur teilweise der Fall, dass Menschen fast ausschließlich über das Internet als Freunde Kontakt pflegen, obwohl sie sich im wahren Leben kennen. Nur, die Gesprächsthemen im wahren Leben unter Freunden werden auch nur noch auf Basis geführt à la "Hast du schon die neuen Bilder von xy bei facebook gesehen?" oder "Krass, der neue Kommentar von XX bei wkw zur Party, oder?". Mit anderen Worten: selbst in der realen Welt scheint sich nur noch alles um die Virtualität zu drehen. Es geht nur noch um Freundschaften und wie öffentlich sie in sozialen Netzwerken zelebriert werden - das Allerschlimmste daran ist nur, dass es nicht einmal Freundschaften sein müssen, um als "sozial "wertvolle" Kontakte" gezeigt zu werden.
Gerade mit diesem Punkt habe ich so meine Probleme. Erst vor Kurzem habe ich ein neues Studium begonnen und natürlich auch Menschen dadurch kennengelernt (mehr oder weniger). Dass die mich dann allerdings auf "facebook" als Kontakt hinzufügen wollen, andererseits mit mir kein persönliches Wort wechseln, ist für mich doch eine sehr merkwürdige Geschichte, gerade wenn diese Personen dann Freundeszahlen jenseits der 300 haben. Kein Mensch im wahren Leben hat 300 Freunde - zumindest nicht, wenn man einen Freund als einen Menschen definiert, dem man vertraut, mit dem man durch Dick und Dünn gehen würde und dem ein Teil seines Herzens gehört. Man kann ein Herz zwar zerhacken, aber in mehr als 300 Stücke ist schon verdammt schwierig. Und was das Vertrauen betrifft: selbst die beliebtesten Stars oder der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika traut so vielen Menschen auf persönlicher oder auch auf beruflicher Basis. Nun, wahrscheinlich möchten die Menschen in sozialen Netzwerken sich gerne wie Stars fühlen, indem sie hunderte oder gar tausende Freunde habe - aber macht sie das wirklich beliebt? Ein Mensch, der 800 Freunde auf der Facebook-Liste hat, ist also "gesellschaftsfähig" oder "sozial integriert"? Beweist eine solche Anzahl an Freunden und Bekannten nun charakterliche Größe oder eher die absolute Anpassung?
Allerdings macht nicht nur die Auswahl der Menschen, denen man sich mehr oder minder Nahe fühlt, das Internet zu einem Ort, an dem die Welt oft auf dem Kopf steht. Dieser Blogeintrag ist diesmal (nicht zum ersten Mal) den "Männern" gewidmet - oder sagen wir mal das, was von ihnen übrig geblieben ist. Denn Männer sind längst nicht mehr das, was sie früher einmal waren - jaaa, klingt nach großem Klischee und dem Jammern einer Nachkriegswitwe, aber so ganz unrecht habe ich damit nicht. Wenn man die Generationen von Männern in früheren Zeiten mit denen von heute vergleicht, wird einem schon ein wenig mulmig zumute; schlimmer noch: man wird ziemlich traurig, wenn man sieht, wie sich Männer in Zeiten von emanzipierten Frauen, die alles sagen und tun dürfen, benehmen.
Es scheint, als hätten Männer die Phase der Gleichberechtigung nicht gut verkraftet. Frauen, die selbstbewusst waren, hatten es noch nie leicht, wenn man sich die Geschichte von Frauenrechtlerinnen und Künstlerinnen mit eigenem Kopf anguckt. Groteskerweise sind selbstbewusste, intelligente Frauen heute aber weitaus benachteiligter und haben es viel schwerer, ihren Standpunkt klarzustellen als je zuvor. Man (oder Frau!) könnte meinen, es dürfte viel einfacher in aufgeklärten Zeiten sein, als Frau etwas zu erreichen und es gibt auch durchaus einige Frauen, die etwas in ihrem Leben erreichen. Nur haben sich diese Frauen allesamt nicht an Männern aufgehalten, um ihr Ziel zu erreichen - oder sie haben Männer benutzt, um zu erreichen, was sie erreichen wollten. Das Klischee stimmt (leider!) immer noch: man muss sich erst bei genug Vertretern des "starken" Geschlechts eingeschleimt haben, dann kann man auch (nach viel Speichelleckerei) als Frau in die erste Liga aufsteigen.
Unterschied der Penisträger von Heute im Gegensatz zu Männern der alten Schule: es fehlen die Manieren, der Respekt Frauen gegenüber und einfach die Größe, einer intelligenten Frau auf Augenhöhe zu begegnen, denn entweder wird sie niedergemacht, weil das "starke" Geschlecht sich auf einmal in der unterlegenen Position sieht oder sie wird einfach ignoriert oder nicht für Voll genommen, wahrscheinlich aus dem gleichen Grund. Natürlich waren Männer in damaligen Zeiten eher in der Lage, großzügig mit Frauen umzugehen, ihnen die Tür aufzuhalten und freundlich zu ihnen zu sein, weil sie als "Heimchen am Herd" galten. Schließlich waren sie keine Konkurrenz, damals mussten Männer nur darauf achten, sich gegen andere Männer durchzusetzen.
Und dann kam sie, der Schrecken aller Männer: die Emanzipation. Plötzlich wollten Frauen mehr als nur ein paar Rechte, sie wollten Entscheidungen treffen können - und sie wollten in sämtlichen Berufen arbeiten dürfen, in denen auch Männer arbeiten. Bis heute arbeiten Frauen in allen Berufsbereichen mit - allerdings weiß man nicht, ob Frauen deswegen wirklich schlechter als je zuvor behandelt werden wollten. Das erklärte Ziel wird wohl nur gewesen sein, als Menschen gleich behandelt zu werden, doch nur in den positiven Aspekten des Lebens. Das Negative blendet der Mensch in seiner Naivität oft gerne aus - so wohl auch die Frauen allgemein in diesem Fall.
Frauen haben nun also nicht nur die gleichen Möglichkeiten wie Männer, sie werden von Männern auch behandelt, als wären sie Geschlechtsgenossen. Und noch ein bisschen schlimmer! Denn, wenn Frauen behandelt würden wie Männer, wäre das gar nicht mal das große Problem. Doch der Faktor "Sex" kommt immer und ständig hinzu. Also "dissen" Männer Frauen, als wären sie Konkurrenten im frisch bepieselten Revierbereich und im nächsten Moment machen sie die Frauen an, als seien sie eigentlich sowieso zu nicht mehr zu gebrauchen. Wie da die Überleitung zurück zum Internet kommt, kann sich wohl jeder denken. Und nein, es geht mir nicht um die 50 Millionen Pornoseiten im Internet (nein, die Zahl ist nicht verifiziert sondern nur eine mehr oder weniger übertriebene Einschätzung!). Pornos sind Gebrauchsgegenstände, da fängt längst nicht das Problem "Männer und ihr Verhalten Frauen gegenüber" an. Sicher, Emanzen à la Alice Schwartzer verurteilen Pornografie und dass die Frau dadurch zum Objekt gemacht wird. Ich gebe auch zu, der Porno an sich wird dem Ansehen der Frau eher geschadet als genutzt haben (bei Männern ist es übrigens gerade umgekehrt!). Das Gesamtbild allerdings zeigt, dass Pornos nur ein Teil im Uhrwerk Diskriminierung Frauen gegenüber ist.
Sex als Diskriminierungsmittel macht sich deswegen so gut, weil sich unser aller Leben mehr oder weniger darum dreht. Es geht um Fortpflanzung, Erhaltung der Art (obwohl man sich getrost fragen darf, ob bei 7 Milliarden Erdenbewohnern die weitere Ausweitung der Spezies erforderlich ist) und in nicht kleinem Umfang um den "Spaß an der Sache". Der Mensch "schnackselt" eben gerne, nicht nur der Schwarze an sich, wie Gloria von Thurn und Taxis einmal unpassenderweise in der Talkshow "Friedmann" äußerte. Alle Menschen "tun" es gerne, ob schwarz, weiß, arm, reich, intelligent oder einfach nur "liebenswert unterbemittelt". Solange man weiß, wo man was hineinsteckt, scheint der Mensch am Ziel seiner sexuellen Befriedigung angelangt. Und in immer schnelllebigeren Zeiten mit immer mehr Menschen und zu vielen Möglichkeiten, aus denen gewählt werden kann, sieht sich der Mensch auch gerne in der Versuchung, knallhart im Auswahlverfahren zu werden. Speziell Frauen entwickeln diese Eigenschaft, allerdings auch aus der Furcht, viel zu schnell als "geiles Flittchen" abgestempelt zu werden. Und wenn zu viele Männer zu oft Sex haben wollen, machen Frauen irgendwann zu. Auch in der Partnersuche. Genau dort setzt dann das "unverschämte Verhalten der Penisträger" an: wenn sie nicht erreichen, was sie wollen, werden sie beleidigend bis drohend und am Besten noch unter der Gürtellinie persönlich.
Wo sonst könnte solch ein Verhalten besser gelebt werden als im Internet? Speziell über "soziale" Netzwerke wird schnell die eigene gute Kinderstube vergessen (wenn man sie denn je besessen hat) und wirft wild mit den Bauklötzchen um sich, die man vor Wut jemandem an den Kopf schmeißen möchte. Männer benehmen sich, wenn sie mit ihrem Balzverhalten im Internet nichts erreichen gerne wie kleine Kinder im Sandkasten: wenn sie das Förmchen und Eimerchen, das ihnen gar nicht gehört, sie aber unbedingt haben wollen nicht bekommen, werden sie böse, fangen an zu schreien und sich auf den Boden zu werfen, bis sie mit ihrem lautstarken Verhalten endgültig die gesamte Umwelt entweder eingeschüchtert oder genervt haben. Übertragen auf den Mann heißt das: Er macht Ihr ein vermeintlich "verführerisches" Angebot (sei es nun das harmlose "Kennenlernen" oder direkt der "One Night Stand") und wenn Sie dann entrüstet, gelangweilt oder einfach nur angewidert ablehnt, wird Er zu der Furie, die man sonst nur Frauen unterstellt: dann erschafft Er sich einen ganzen Bauernhof an Beleidigungen (von Kuh bis Ziege ist dann alles dabei!) und wenn das nicht hilft, wird es wirklich persönlich.
Ein sehr witziger Aspekt an dieser Sache ist nur eins: als Singlefrau wird man oft und gerne von einem Mann als "unbefriedigte Ziege" (wieder Bauernhof!) abgestempelt. So weit so schön gehässig. Das Schlimme für die Frau ist nur, sie kommt aus der Nummer nie wieder raus - ihr Leben lang nicht. Da kann sie auch ihr Leben verändern, wie es ihr gefällt, die Männer werden in ihr immer die Unbefriedigte sehen, wenn sie den Sex mit ihnen ablehnen. "Ausreden" der Frauen, dass Er z. B. gar nicht ihr Typ ist, sie nichts gemeinsam haben etc. zählen in der Männerwelt nicht. Eine Frau, die 20 und Single ist und nicht direkt Sex mit einem Mann haben will, ist eine unbefriedigte, arrogante Ziege. Eine Frau mit 40 (Single) ist eine unbefriedigtes, altes Huhn (ja, schon mit 40! wir reden hier von Männereinstellungen!), andererseits ist eine 40jährige, verpartnerte Frau, die nicht auf Anmachangebote eingehen, eine unbefriedigte Frau, die es von ihrem Mann "nicht richtig besorgt" bekommt. Und in beiden Fällen ist eine Frau mit 60 1. uninteressant für jede Form der Anmache und 2. hat sie gar nicht mehr das Recht, nach der Menopause überhaupt noch Sex zu haben. Da der Mann quasi ein Leben lang befruchten kann, gilt diese Regel für ihn natürlich nicht: er darf immer und für alle Zeiten balzen und korpulieren. Wenn es gehen würde, sogar noch nach dem Tode (vielleicht lassen sich Männer dafür irgendwann auch noch etwas einfallen!).
"Hol den Vorschlaghammer" - eine Zeile, die mir spontan aus dem Song "Denkmal" von "Wir sind Helden" eingefallen sind und an den ich im Zusammenhang mit dem Internet denken muss. Nein, ich möchte nicht das Internet zerstören - das geht (leider!) sowieso nicht. So gerne ich selbst auch das Internet nutze und ich einsehe, welch gute Eigenschaften das Internet haben KANN erschreckt es mich, für wieviel Blödsinn und Negatives das Internet genutzt wird. Die Belästigung des Anderen durch Zudringlichkeiten und Beleidigungen machen vor dem Internet nicht halt, im Gegenteil: sie werden durch die räumliche Entfernung der Streitparteien wesentlich schlimmer, in ihrer Wortwahl gewalttätiger und durch die Anonymität gewagter. Menschen trauen sich nur noch, sich über das Internet zu beleidigen, zu lästern und gegenseitig persönlich zu beschimpfen, wo sie im wahren Leben nicht einmal den Mund aufbekommen, ihre eigene Meinung zu sagen. Die Hemmschwellen im wahren Leben wachsen (in der ach so aufgeklärten und gebildeten Gesellschaft!) immer weiter, im Internet gibt es allerdings keine Grenzen mehr: die Dummheit, die Borniertheit und dazu die Gehässigkeit gepaart mit grenzenlosem Geltungsbedürfnis öffnen Tür und Tor allem, was zerstörerisch auf einen anderen Menschen und damit im Großen auch auf das Zusammenleben einer gesamten Gesellschaft wirken kann.
Menschen, die sich nur noch über das Internet identifizieren und im wahren Leben der virtuellen zuviel Raum geben, werden zu realitätsfernen Zombies, denen der Schein wichtiger als das Sein ist. Das Gegenüber nicht über das facebook-Profil, das picasa-Webalbum oder die youtube-Videos zu beurteilen fällt den meisten Menschen verdammt schwer. Aber es ist immer noch möglich, es gab Zeiten, in denen ging das. Und genau betrachtet ist das Internet auch nur eine von vielen Drogen, für die man sich entscheiden kann - oder bei denen man einfach auf "kalten Entzug" geht.
Und die Penisträger von Heute? Werden sie aus ihrem Tief herauskommen, die vermeintliche "Niederlage", die sie durch die Emanzipation einstecken mussten, überwinden und wieder zur alten Form zurückfinden? Regieren dürfen sie mehrheitlich noch, sie sind die Vorstandsvorsitzenden und in den Vorstandsgremien der größten Unternehmen dieser Erde. Das ist es auch, was ihr Ego noch einigermaßen auf der Höhe hält. Umso schwerer fällt ihnen, dass die Weibchen selbstbewusster denn je ihre Männchen aussuchen. Und wenn sie dann nicht erreichen, was sie wollen, schlagen sie mit all der Härte des Mannes, der sie in einer früheren Zeit einmal waren, zurück. Leider ist das dann auch die einzige Situation, in der sie "zuschlagen", wenn es um das gekränkte Ego geht. Der Rest der Zeit machen sich Penisträger nur durch das "Weichei-Syndrom" bemerkbar, das Jammern über Krankheiten und Misserfolge oder die Unfähigkeit "anzupacken", sodass Frauen selbst bei körperlich schweren Arbeiten eher selbst Hand anlegen müssen, als sich auf das "starke" Geschlecht zu verlassen.
Vielleicht fühlen sich Männer nur benachteiligt, ihnen wurden in den letzten Dekaden einige Förmchen weggenommen, die Dominanz der Entscheidung und die Vormachtstellung in allen Lebensbereichen. Man muss Verständnis aufbringen für die Penisträger, sie können einem schon fast leidtun. Fast! Denn wer bringt schon das große Mitleid für die Frauen dieser Welt auf und das, was sie tagtäglich (meist durch die Hand eines "Mannes") zu ertragen haben? Darüber kann noch weit länger diskutiert werden, doch für den heutigen Eintrag holen wir einfach unseren Vorschlaghammer und zerschlagen männliche Attitüden wie schlecht gemachte Denkmäler.
In diesem Sinne an alle Leser des Blogs ein schönes Wochenende - bis zum nächsten Freitag!
LG Gene :-)
Aber wie gesagt, das alles soll mal heute nicht mein Thema sein. Ich sprach über die Medienwelt und wie wir uns alle dank ihr verändert haben. Aber das Ganze mit dem Faktor "Fernsehen" abzutun, wäre ja in solch komplexen Zeiten viel zu einfach. Denn das Fernsehen gibt es in Deutschland bereits seit den 50er Jahren und das hat nicht von heute auf morgen dazu geführt, dass die Menschen alle gefühlskalt wurden. Selbst in den 80er oder 90er Jahren hielt sich die arktische Kälte der Menschen ihren Mitmenschen gegenüber noch in Grenzen. Doch dann gab es eine wundersame Entdeckung, die sich in den letzten genau 20 Jahren breitgemacht hat (vor Kurzem hatte diese Erfindung sogar Geburtstag): die Rede ist vom "Internet".
Inzwischen wird das Internet sogar in seiner Eigenschaft als lebensnotwendig bezeichnet, ähnlich wie das Fernsehen. Es reicht also nicht mehr, nur über das Tagesgeschehen Bescheid zu wissen, man muss sich auch jederzeit jede Information beschaffen können, auf die man gerade Lust hast. Soweit die Theorie. Schön und gut, das Internet eröffnete der Menschheit ganz neue Möglichkeiten: nicht nur, dass man an Informationen herankam, man konnte an diese Informationen in unbegrenztem Maße kommen. In solch einem Maße, dass man daran zu heute bereits daran zu ersticken droht. Denn der entscheidende Nachteil des Internets ist: es vergisst nichts, unter keinen Umständen. Diese Erkenntnis wird uns allen allerdings erst heute bewusst.
Das unendliche Wissen des Internets beinhaltet unnötige wie nützliche Informationen, die jederzeit und von jedem der in Besitz eines Computers mit Internetanschlusses ist abgerufen werden können. Und diese Möglichkeiten geben dem "Otto Normalverbraucher" eine wahnsinnige Macht in die Hand - andererseits führen sie auch dazu, dass Macht mißbraucht, nicht genutzt oder in dem falschen Sinn benutzt wird. Nun könnte man natürlich definieren, wie diese Macht "richtig" gebraucht werden könnte, was allerdings Blödsinn wäre, immerhin lebt jeder Mensch sein Leben anders und gebraucht damit auch das Internet auf ganz individuelle Weise.
Nun gut, der größte Fehler am Internet ist wohl nur, dass es längst nicht mehr als Informationsquelle in erster Instanz dient. Internet heißt auch (speziell in den letzten 5 Jahren) "Sozialnetzwerke". Erst auf Seiten dieser Kategorie fangen die Drähte richtig heiß an zu glühen. Und seit "Facebook" auf die deutsche Bevölkerung losgelassen wurde, ist es eine Lawine, die mit massiver Geschwindigkeit ins Tal "Gesellschaft" rollt. Es scheint fast, als würde sich alles nur noch darum drehen, wir leben nur noch in Zeiten von "Postings" "Kommentaren" und dem "Gefällt mir"-Button. Das erlebe ich täglich und überall, ich sehe nur noch Leute, die ständig ob auf dem Mobiltelefon oder am Laptop die neuesten Updates checken und fanatisch auf neue Nachrichten von ihren "Freunden" warten. Der Verdacht mag sich da aufdrängen, dass Menschen nur noch Freunde haben, damit sie ihre Gedanken im Internet öffentlich kommentieren können oder sich über deren Updates über die Person schlau zu machen. Es ist allerdings nur teilweise der Fall, dass Menschen fast ausschließlich über das Internet als Freunde Kontakt pflegen, obwohl sie sich im wahren Leben kennen. Nur, die Gesprächsthemen im wahren Leben unter Freunden werden auch nur noch auf Basis geführt à la "Hast du schon die neuen Bilder von xy bei facebook gesehen?" oder "Krass, der neue Kommentar von XX bei wkw zur Party, oder?". Mit anderen Worten: selbst in der realen Welt scheint sich nur noch alles um die Virtualität zu drehen. Es geht nur noch um Freundschaften und wie öffentlich sie in sozialen Netzwerken zelebriert werden - das Allerschlimmste daran ist nur, dass es nicht einmal Freundschaften sein müssen, um als "sozial "wertvolle" Kontakte" gezeigt zu werden.
Gerade mit diesem Punkt habe ich so meine Probleme. Erst vor Kurzem habe ich ein neues Studium begonnen und natürlich auch Menschen dadurch kennengelernt (mehr oder weniger). Dass die mich dann allerdings auf "facebook" als Kontakt hinzufügen wollen, andererseits mit mir kein persönliches Wort wechseln, ist für mich doch eine sehr merkwürdige Geschichte, gerade wenn diese Personen dann Freundeszahlen jenseits der 300 haben. Kein Mensch im wahren Leben hat 300 Freunde - zumindest nicht, wenn man einen Freund als einen Menschen definiert, dem man vertraut, mit dem man durch Dick und Dünn gehen würde und dem ein Teil seines Herzens gehört. Man kann ein Herz zwar zerhacken, aber in mehr als 300 Stücke ist schon verdammt schwierig. Und was das Vertrauen betrifft: selbst die beliebtesten Stars oder der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika traut so vielen Menschen auf persönlicher oder auch auf beruflicher Basis. Nun, wahrscheinlich möchten die Menschen in sozialen Netzwerken sich gerne wie Stars fühlen, indem sie hunderte oder gar tausende Freunde habe - aber macht sie das wirklich beliebt? Ein Mensch, der 800 Freunde auf der Facebook-Liste hat, ist also "gesellschaftsfähig" oder "sozial integriert"? Beweist eine solche Anzahl an Freunden und Bekannten nun charakterliche Größe oder eher die absolute Anpassung?
Allerdings macht nicht nur die Auswahl der Menschen, denen man sich mehr oder minder Nahe fühlt, das Internet zu einem Ort, an dem die Welt oft auf dem Kopf steht. Dieser Blogeintrag ist diesmal (nicht zum ersten Mal) den "Männern" gewidmet - oder sagen wir mal das, was von ihnen übrig geblieben ist. Denn Männer sind längst nicht mehr das, was sie früher einmal waren - jaaa, klingt nach großem Klischee und dem Jammern einer Nachkriegswitwe, aber so ganz unrecht habe ich damit nicht. Wenn man die Generationen von Männern in früheren Zeiten mit denen von heute vergleicht, wird einem schon ein wenig mulmig zumute; schlimmer noch: man wird ziemlich traurig, wenn man sieht, wie sich Männer in Zeiten von emanzipierten Frauen, die alles sagen und tun dürfen, benehmen.
Es scheint, als hätten Männer die Phase der Gleichberechtigung nicht gut verkraftet. Frauen, die selbstbewusst waren, hatten es noch nie leicht, wenn man sich die Geschichte von Frauenrechtlerinnen und Künstlerinnen mit eigenem Kopf anguckt. Groteskerweise sind selbstbewusste, intelligente Frauen heute aber weitaus benachteiligter und haben es viel schwerer, ihren Standpunkt klarzustellen als je zuvor. Man (oder Frau!) könnte meinen, es dürfte viel einfacher in aufgeklärten Zeiten sein, als Frau etwas zu erreichen und es gibt auch durchaus einige Frauen, die etwas in ihrem Leben erreichen. Nur haben sich diese Frauen allesamt nicht an Männern aufgehalten, um ihr Ziel zu erreichen - oder sie haben Männer benutzt, um zu erreichen, was sie erreichen wollten. Das Klischee stimmt (leider!) immer noch: man muss sich erst bei genug Vertretern des "starken" Geschlechts eingeschleimt haben, dann kann man auch (nach viel Speichelleckerei) als Frau in die erste Liga aufsteigen.
Unterschied der Penisträger von Heute im Gegensatz zu Männern der alten Schule: es fehlen die Manieren, der Respekt Frauen gegenüber und einfach die Größe, einer intelligenten Frau auf Augenhöhe zu begegnen, denn entweder wird sie niedergemacht, weil das "starke" Geschlecht sich auf einmal in der unterlegenen Position sieht oder sie wird einfach ignoriert oder nicht für Voll genommen, wahrscheinlich aus dem gleichen Grund. Natürlich waren Männer in damaligen Zeiten eher in der Lage, großzügig mit Frauen umzugehen, ihnen die Tür aufzuhalten und freundlich zu ihnen zu sein, weil sie als "Heimchen am Herd" galten. Schließlich waren sie keine Konkurrenz, damals mussten Männer nur darauf achten, sich gegen andere Männer durchzusetzen.
Und dann kam sie, der Schrecken aller Männer: die Emanzipation. Plötzlich wollten Frauen mehr als nur ein paar Rechte, sie wollten Entscheidungen treffen können - und sie wollten in sämtlichen Berufen arbeiten dürfen, in denen auch Männer arbeiten. Bis heute arbeiten Frauen in allen Berufsbereichen mit - allerdings weiß man nicht, ob Frauen deswegen wirklich schlechter als je zuvor behandelt werden wollten. Das erklärte Ziel wird wohl nur gewesen sein, als Menschen gleich behandelt zu werden, doch nur in den positiven Aspekten des Lebens. Das Negative blendet der Mensch in seiner Naivität oft gerne aus - so wohl auch die Frauen allgemein in diesem Fall.
Frauen haben nun also nicht nur die gleichen Möglichkeiten wie Männer, sie werden von Männern auch behandelt, als wären sie Geschlechtsgenossen. Und noch ein bisschen schlimmer! Denn, wenn Frauen behandelt würden wie Männer, wäre das gar nicht mal das große Problem. Doch der Faktor "Sex" kommt immer und ständig hinzu. Also "dissen" Männer Frauen, als wären sie Konkurrenten im frisch bepieselten Revierbereich und im nächsten Moment machen sie die Frauen an, als seien sie eigentlich sowieso zu nicht mehr zu gebrauchen. Wie da die Überleitung zurück zum Internet kommt, kann sich wohl jeder denken. Und nein, es geht mir nicht um die 50 Millionen Pornoseiten im Internet (nein, die Zahl ist nicht verifiziert sondern nur eine mehr oder weniger übertriebene Einschätzung!). Pornos sind Gebrauchsgegenstände, da fängt längst nicht das Problem "Männer und ihr Verhalten Frauen gegenüber" an. Sicher, Emanzen à la Alice Schwartzer verurteilen Pornografie und dass die Frau dadurch zum Objekt gemacht wird. Ich gebe auch zu, der Porno an sich wird dem Ansehen der Frau eher geschadet als genutzt haben (bei Männern ist es übrigens gerade umgekehrt!). Das Gesamtbild allerdings zeigt, dass Pornos nur ein Teil im Uhrwerk Diskriminierung Frauen gegenüber ist.
Sex als Diskriminierungsmittel macht sich deswegen so gut, weil sich unser aller Leben mehr oder weniger darum dreht. Es geht um Fortpflanzung, Erhaltung der Art (obwohl man sich getrost fragen darf, ob bei 7 Milliarden Erdenbewohnern die weitere Ausweitung der Spezies erforderlich ist) und in nicht kleinem Umfang um den "Spaß an der Sache". Der Mensch "schnackselt" eben gerne, nicht nur der Schwarze an sich, wie Gloria von Thurn und Taxis einmal unpassenderweise in der Talkshow "Friedmann" äußerte. Alle Menschen "tun" es gerne, ob schwarz, weiß, arm, reich, intelligent oder einfach nur "liebenswert unterbemittelt". Solange man weiß, wo man was hineinsteckt, scheint der Mensch am Ziel seiner sexuellen Befriedigung angelangt. Und in immer schnelllebigeren Zeiten mit immer mehr Menschen und zu vielen Möglichkeiten, aus denen gewählt werden kann, sieht sich der Mensch auch gerne in der Versuchung, knallhart im Auswahlverfahren zu werden. Speziell Frauen entwickeln diese Eigenschaft, allerdings auch aus der Furcht, viel zu schnell als "geiles Flittchen" abgestempelt zu werden. Und wenn zu viele Männer zu oft Sex haben wollen, machen Frauen irgendwann zu. Auch in der Partnersuche. Genau dort setzt dann das "unverschämte Verhalten der Penisträger" an: wenn sie nicht erreichen, was sie wollen, werden sie beleidigend bis drohend und am Besten noch unter der Gürtellinie persönlich.
Wo sonst könnte solch ein Verhalten besser gelebt werden als im Internet? Speziell über "soziale" Netzwerke wird schnell die eigene gute Kinderstube vergessen (wenn man sie denn je besessen hat) und wirft wild mit den Bauklötzchen um sich, die man vor Wut jemandem an den Kopf schmeißen möchte. Männer benehmen sich, wenn sie mit ihrem Balzverhalten im Internet nichts erreichen gerne wie kleine Kinder im Sandkasten: wenn sie das Förmchen und Eimerchen, das ihnen gar nicht gehört, sie aber unbedingt haben wollen nicht bekommen, werden sie böse, fangen an zu schreien und sich auf den Boden zu werfen, bis sie mit ihrem lautstarken Verhalten endgültig die gesamte Umwelt entweder eingeschüchtert oder genervt haben. Übertragen auf den Mann heißt das: Er macht Ihr ein vermeintlich "verführerisches" Angebot (sei es nun das harmlose "Kennenlernen" oder direkt der "One Night Stand") und wenn Sie dann entrüstet, gelangweilt oder einfach nur angewidert ablehnt, wird Er zu der Furie, die man sonst nur Frauen unterstellt: dann erschafft Er sich einen ganzen Bauernhof an Beleidigungen (von Kuh bis Ziege ist dann alles dabei!) und wenn das nicht hilft, wird es wirklich persönlich.
Ein sehr witziger Aspekt an dieser Sache ist nur eins: als Singlefrau wird man oft und gerne von einem Mann als "unbefriedigte Ziege" (wieder Bauernhof!) abgestempelt. So weit so schön gehässig. Das Schlimme für die Frau ist nur, sie kommt aus der Nummer nie wieder raus - ihr Leben lang nicht. Da kann sie auch ihr Leben verändern, wie es ihr gefällt, die Männer werden in ihr immer die Unbefriedigte sehen, wenn sie den Sex mit ihnen ablehnen. "Ausreden" der Frauen, dass Er z. B. gar nicht ihr Typ ist, sie nichts gemeinsam haben etc. zählen in der Männerwelt nicht. Eine Frau, die 20 und Single ist und nicht direkt Sex mit einem Mann haben will, ist eine unbefriedigte, arrogante Ziege. Eine Frau mit 40 (Single) ist eine unbefriedigtes, altes Huhn (ja, schon mit 40! wir reden hier von Männereinstellungen!), andererseits ist eine 40jährige, verpartnerte Frau, die nicht auf Anmachangebote eingehen, eine unbefriedigte Frau, die es von ihrem Mann "nicht richtig besorgt" bekommt. Und in beiden Fällen ist eine Frau mit 60 1. uninteressant für jede Form der Anmache und 2. hat sie gar nicht mehr das Recht, nach der Menopause überhaupt noch Sex zu haben. Da der Mann quasi ein Leben lang befruchten kann, gilt diese Regel für ihn natürlich nicht: er darf immer und für alle Zeiten balzen und korpulieren. Wenn es gehen würde, sogar noch nach dem Tode (vielleicht lassen sich Männer dafür irgendwann auch noch etwas einfallen!).
"Hol den Vorschlaghammer" - eine Zeile, die mir spontan aus dem Song "Denkmal" von "Wir sind Helden" eingefallen sind und an den ich im Zusammenhang mit dem Internet denken muss. Nein, ich möchte nicht das Internet zerstören - das geht (leider!) sowieso nicht. So gerne ich selbst auch das Internet nutze und ich einsehe, welch gute Eigenschaften das Internet haben KANN erschreckt es mich, für wieviel Blödsinn und Negatives das Internet genutzt wird. Die Belästigung des Anderen durch Zudringlichkeiten und Beleidigungen machen vor dem Internet nicht halt, im Gegenteil: sie werden durch die räumliche Entfernung der Streitparteien wesentlich schlimmer, in ihrer Wortwahl gewalttätiger und durch die Anonymität gewagter. Menschen trauen sich nur noch, sich über das Internet zu beleidigen, zu lästern und gegenseitig persönlich zu beschimpfen, wo sie im wahren Leben nicht einmal den Mund aufbekommen, ihre eigene Meinung zu sagen. Die Hemmschwellen im wahren Leben wachsen (in der ach so aufgeklärten und gebildeten Gesellschaft!) immer weiter, im Internet gibt es allerdings keine Grenzen mehr: die Dummheit, die Borniertheit und dazu die Gehässigkeit gepaart mit grenzenlosem Geltungsbedürfnis öffnen Tür und Tor allem, was zerstörerisch auf einen anderen Menschen und damit im Großen auch auf das Zusammenleben einer gesamten Gesellschaft wirken kann.
Menschen, die sich nur noch über das Internet identifizieren und im wahren Leben der virtuellen zuviel Raum geben, werden zu realitätsfernen Zombies, denen der Schein wichtiger als das Sein ist. Das Gegenüber nicht über das facebook-Profil, das picasa-Webalbum oder die youtube-Videos zu beurteilen fällt den meisten Menschen verdammt schwer. Aber es ist immer noch möglich, es gab Zeiten, in denen ging das. Und genau betrachtet ist das Internet auch nur eine von vielen Drogen, für die man sich entscheiden kann - oder bei denen man einfach auf "kalten Entzug" geht.
Und die Penisträger von Heute? Werden sie aus ihrem Tief herauskommen, die vermeintliche "Niederlage", die sie durch die Emanzipation einstecken mussten, überwinden und wieder zur alten Form zurückfinden? Regieren dürfen sie mehrheitlich noch, sie sind die Vorstandsvorsitzenden und in den Vorstandsgremien der größten Unternehmen dieser Erde. Das ist es auch, was ihr Ego noch einigermaßen auf der Höhe hält. Umso schwerer fällt ihnen, dass die Weibchen selbstbewusster denn je ihre Männchen aussuchen. Und wenn sie dann nicht erreichen, was sie wollen, schlagen sie mit all der Härte des Mannes, der sie in einer früheren Zeit einmal waren, zurück. Leider ist das dann auch die einzige Situation, in der sie "zuschlagen", wenn es um das gekränkte Ego geht. Der Rest der Zeit machen sich Penisträger nur durch das "Weichei-Syndrom" bemerkbar, das Jammern über Krankheiten und Misserfolge oder die Unfähigkeit "anzupacken", sodass Frauen selbst bei körperlich schweren Arbeiten eher selbst Hand anlegen müssen, als sich auf das "starke" Geschlecht zu verlassen.
Vielleicht fühlen sich Männer nur benachteiligt, ihnen wurden in den letzten Dekaden einige Förmchen weggenommen, die Dominanz der Entscheidung und die Vormachtstellung in allen Lebensbereichen. Man muss Verständnis aufbringen für die Penisträger, sie können einem schon fast leidtun. Fast! Denn wer bringt schon das große Mitleid für die Frauen dieser Welt auf und das, was sie tagtäglich (meist durch die Hand eines "Mannes") zu ertragen haben? Darüber kann noch weit länger diskutiert werden, doch für den heutigen Eintrag holen wir einfach unseren Vorschlaghammer und zerschlagen männliche Attitüden wie schlecht gemachte Denkmäler.
In diesem Sinne an alle Leser des Blogs ein schönes Wochenende - bis zum nächsten Freitag!
LG Gene :-)
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